BGH be­stä­tigt Verurteilung des “Autobahnschützen” we­gen ver­such­ten Mordes

Quelle: pixabay.com
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Laut ei­ner ak­tu­el­len Pressemitteilung (Nr. 171/2015 vom 08.10.2015) hat der BGH die Verurteilung ei­nes 59-jährigen Berufskraftfahrers, der als “Autobahnschütze” be­kannt wur­de, weit­ge­hend be­stä­tigt. Das LG Würzburg hat­te ihn u.a. we­gen ver­such­ten Mordes in vier Fällen so­wie in 108 Fällen we­gen ver­such­ten ge­fähr­li­chen Eingriffs in den Straßenverkehr, Verstoßes ge­gen das Waffengesetz und Sachbeschädigung zu ei­ner Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren und sechs Monaten ver­ur­teilt. Nach den Feststellungen hat­te der Angeklagte im­mer wie­der Schüsse auf Lkws auf Autobahnen ab­ge­ge­ben, da­bei aber auch Pkws und an­de­re Fahrzeuge ge­trof­fen. Mindestens ei­ne Fahrerin wur­de ver­letzt. Die Verteidigung hat­te wäh­rend des Verfahrens und in der Revision kri­ti­siert, dass der Angeklagte er­st durch ei­ne un­zu­läs­si­ge Erfassung und Abgleichung von Kfz-Kennzeichen über­führt wer­den konn­te. Die Revision des Angeklagten ge­gen die Verurteilung we­gen ver­such­ten Mordes in vier Fällen wur­de nun durch den BGH ver­wor­fen (zu der mas­sen­haf­ten Datenerfassung und den Fragen ei­nes even­tu­el­len Beweisverwertungsverbots ent­hält die Pressemitteilung kei­ne wei­te­ren Hinweise); in den an­de­ren 108 Fällen wur­de der Vorwurf des ver­such­ten ge­fähr­li­chen Eingriffs in den Straßenverkehr von der Verfolgung aus­ge­nom­men und die Sache in­so­weit an das Landgericht zu­rück­ver­wie­sen.

Über Alexander Gratz

Dipl. jur. Universität des Saarlandes

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